Sonntag, 28. November 2010

Dienstag, 23. November 2010

lustige Kindergeschichten

Zitat Kimmy: "Mama, was ist, wenn du gar nicht meine Mama bist, sondern in Wirklichkeit ein Räuber der sich als meine Mama verkleidet?

nächstes Zitat Kimmy: "Mama, was ist, wenn ein Räuber in den Himmel gekommen ist und gott geklaut hat. Und jetzt, immer wenn ich bete, hört es der Räuber und lacht mich aus... Was dann?"

Kimmys Lieblingsfarbe ist nach wie vor pink, sie liebt Prinzessinenkleider und Nageltatoos und freut sich auf die Zeit, wenn sie ein Teenager ist und Lippenstift benutzen kann.

Jenna Mae liebt nach wie vor gelb, doch ihre zweite Lieblingsfarbe ist seit neuestem schwarz. Manche ihrer Ausmalbilder sind komplett schwarz übermalt. SCARY! Ihr liebstes Kleidungsstück ist zur Zeit ein Football trikot.

Kimmy hat eine TOTAL- Abneigung gegen Fernsehen entwickelt. Vor jedem Kindergottesdienst und Kindergartenbesuch geht sie zur Lehrerin und stellt sicher, dass keine "Show" angeguckt wird.

Jenna Mae, unsre kleine wortkarge Maus, singt seit Neuestem ausgiebig. Sie verbringt Stunden, auf dem Hocker, der zur Bühne umfunktioniert wurde und übt ihre Songs.

Zitat Mae Mae:
Mae Mae time out.
während sie mit einer vollgepinkelten Hose vor mir steht.

Zitat Kimmy:
Ich habe geträumt, ich bin eine Prinzessin im pinken Kleid und tanze auf einem weissen Pferd.

Kimmys Standard Gebets anfang:
Lieber Gott, danke Dass du HEUTE, an DIESEM TAG, HIER bei UNS mit uns HIER bist. ....

Mae Maes Standard letzter Satz am Abend:
Morgen Burger King!

Donnerstag, 18. November 2010

Freundschaften



Ich habe ja schon öfter von Lee erzählt, unsrem Freund von Street church. Inzwischen bin ich fast so weit, dass ich ihn gerne als meinen Opa adoptieren würde:-)
Am Dienstag haben wir gemeinsam den Zoo in Houston besucht. Es war ein wunderschöner Tag, wir hatten alle einen Riesen- Spass und Lee hat uns mit seinem Wissen über Reptilien überrascht.
Jenna Mae hat die ganze Zeit Mr. Lee´s Hand gehalten und wir hatten einfach so eine gute Zeit.

Sonntag, 14. November 2010




Thanksgiving, die erste

Heute haben wir in dem Haus für HIVpositive Frauen eine Thanksgiving feier veranstaltet. Alle waren da, voll rausgeputzt, und einige hatten sogar ihre Familien dabei. Thanksgiving ist das schönste Fest überhaupt, dass müssen wir unbedingt in Deutschland einführen. Es gab ein superleckeres Essen und anschliessend durfte jeder, der mochte, erzählen, wofür er dankbar ist. 80% der Frauen sind schwarz, und die Stimmung war so, wie man afro amerikanische Gottesdienste aus Filmen kennt. Eine Frau hat geredet, 30 andere haben laut zugestimmt, geweint, Hallelujah gerufen. Es war so eine wunderschöne Atmosphäre, genau das richtige für meine leicht reizbaren Tränendrüsen. Frauen, die ich schon einige Male angesprochen hatte und die jedesmal auf mich so wirkten als hätten sie weniger als gar keine Lust, sich mit mir zu unterhalten, standen auf und erzählten, wie tief es sie berührt hat, so viel Aufmerksamkeit, Interesse und Zuneigung von uns zu bekommen.
Wir hatten Kimmy und Jenna Mae dabei und die beiden waren so süss. Kimmy hat jedem, den es interessierte oder der zumindest interessiert tat, ihren Münz- Zaubertrick vorgeführt und Mae Mae hat den Leuten Pumpkin Pie serviert.

Samstag, 13. November 2010

Ein guter Samstag

Morgens gingen wir, wie immer samstags morgens, in einen Park, in dem mehrere Einrichtungen und Kirchen die Obdachlosen in der Umgebung mit einem warmen Mittagessen segnen. Heute hat ein älterer Herr vor dem Essen eine Andacht gehalten, die mich sehr berührt hat. Er war selbst jahrelang auf der Strasse und investiert nun all seine freie Zeit und Energie, den Heimat- und Hoffnungslosen zu helfen. Ich hatte ihn schon öfter an den vorangegangen Samstagen beobachtet und gesehen, mit wieviel Herz er sich um die Menschen im Park kümmert. Ich hätte nicht gedacht, dass er selbst mal einer von ihnen war.
Nachmittags waren wir auf der Behtel Ranch. Wir haben schon öfter davon berichtet, es handelt sich um eine ältere Dame, die in einem Haus 9 Pflegekinder (Jungs im Teenageralter) versorgt, und ihre Tochter, die mit ihrer Familie im Nachbarhaus 4 jüngere Pflegekinder aufgenommen hat.
Wir hatten einen tollen Nachmittag. Auf einem Baum sass einer der Tennagerjungs und hörte Musik. Sofort hatte ich ein Dejavu, denn genauso habe auch ich als Teenager oft Stunden verbracht. Ich kletterte zu ihm und wir hatten eine tolle Unterhaltung dort auf dem Baumstamm. Jack (Name geändert) ist in seinen 17 Jahren schon in 30 verschiedenen Plätzen untergebracht gewesen: Waisenhäuser, Pflegefamilien, psychiatrische Einrichtungen. Zweimal war eine Familie kurz davor, in zu adoptieren, hat dann aber kurzerhand einen Rückzieher gemacht. Beim Zuhören konnte ich mir kaum vorstellen, dass dieser symphatische, humorvolle Junge schon so viel durchgemacht hat. Begeistert erzählte er mir, wie glücklich er ist, seit er bei Miss Donna auf der Ranch ist, und wie er sich in der Schule bemüht, weil er so gerne Jurist werden würde.
Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit den unzähligen Kindern mit HotDogs essen, Esel reiten (das war ein Spass) und diversen Ballspielen.
Ein guter Samstag!

Dienstag, 9. November 2010

book recommendation

Yesterday I read one book in three hours. It is called "Conversations with the voiceless" by John Wessells.
Chriss gave me some time for myself, so i went to the library, got some books and settled in a nearby park to read. As it got too cold i went into starbucks and continued reading. I sat there crying and laughing, totally lost in the book. As i was done with it, and went out, all the workers waved at me smiling with a weird expression on their faces. I guess they had a lot of fun watching me crying, sobbing, giggling.....
It is the story of a man who was called by God to go to brain damaged coma patients, to sing to them and share Gods love with them. AMAZING BOOK, i loved it!

Deutsch:

Buchempfehlung

Gestern habe ich ein Buch in drei Stunden gelesen. Es heißt "Unterhaltungen mit den Stimmlosen", von John Wessells.
Chriss hat mir etwas Zeit für mich gegeben, und so bin ich zur Bibliothek gegangen, habe mir einige Bücher geholt, und es mir in einem nahe gelegenen Park gemütlich gemacht um zu lesen. Als es zu kalt wurde bin ich zu Starbucks gegangen, um dort weiterzulesen. Ich saß dort und hab geweint und gelacht, und war ganz in das Buch vertieft. Als ich das Buch ausgelesen hatte und aus dem Laden gegangen bin, haben die ganzen Mitarbeiter mir lächelnd zu gewinkt, mit einem eigenartigen Ausdruck im Gesicht. Wahrscheinlich hat es ihnen richtig Spaß gemacht mich zu beobachten, wie ich geweint, geschluchzt, und gelacht habe.....
Es ist die Geschichte eines Mannes der von Gott berufen wurde zu hirngeschädigten Komapatienten zu gehen, um ihnen vorzusingen und Gottes Liebe weiterzugeben. FANTASTISCHES BUCH, mir hat es sehr gefallen!

Beziehungsarbeit

Während es hier immer geschäftiger wird, bleibt immer weniger Zeit, all die bewegenden und lehrreichen Begegnungen und Erlebnisse aufzuschreiben. In den letzten Wochen haben sich drei verschiedene Mütter an die Leiter von Street church gewendet, weil sie sich in einer Situation befinden, in der sie sich nicht mehr um ihre Kinder kümmern können. Diese Kinder sind nun alle in Rescue families untergebracht, bis sich herauskristallisiert, wie es weitergeht. Wir haben an verschiedenen Stellen ausgeholfen, die Kinder zu versorgen. Nun beten wir, ob wir es möglich machen können, selbst die Rahmenbedingungen zu schaffen, dass wir Kinder für eine begrenzte Zeit in unsrer Familie aufnehmen.....
Bei street church habe ich mich besonders mit einem älteren Afroamerikaner angefreundet. Sein Name ist Lee, er ist ein ganz netter Kerl mit einem besonderen Humor. Bei unsren ersten Begegnungen war er sehr zurückhaltend und manchmal auch eher abweisend. Nun, nachdem wir uns zwei Monate regelmässig unterhalten haben, freuen wir uns beide immer total, einander zu sehen und über die Erlebnisse der Woche zu reden. Lee schwelgt besonders gerne in Erinnerungen an seine Vergangenheit. Er ist ein guter Koch und hat eine Weile lang erfolgreich in dieser Branche arbeiten können. Momentan machen ihm besonders geshundheitliche Schwierigkeiten zu schaffen. Er war mehrmals im Krankenhaus in den vergangenen Wochen. Die Nächte werden nun kälter und wir hatten hier schon ein paar gewaltige Stürme und Lee wünscht sich sehr, seine eigenen vier Wände zu haben, um Zuflucht zu suchen vor der Strasse.
Das Leben auf den Strassen von Houston scheint sehr hart zu sein. Im Moment geht ein Serienkiller um, und hat schon mehrere Obdachlose ermordet. Auch die Strassen Gangs verursachen viel Gewalt und Not. Viele Obdachlose entfliehen der Großstadt und landen dann in den Wäldern unsrer Umgebung. Allein in unsrem Ort leben geschätzte 2000 Obdachlose.
So gehen wir jetzt jeden Samstag zu einer Obdachlosenmahlzeit in unsrer Nähe. Dort haben wir auch schon einige Beziehungen knüpfen können. Regelmässig treffen wir da einige Teenagermädels aus ganz heftigen familiären Situationen. Unser Ziel ist es, dass in naher Zukunft eine Gruppe aus unsrer Gemeinde einen Samstag im Monat übernimmt und die Obdachlosen verköstigt und unterhält.
Wir können inzwischen sagen, dass wir richtig angekommen sind, dass unser Wochenplan gut durchstrukturiert ist und dass wir gut beschäftigt sind, die Dinge umzusetzten, die uns auf dem Herzen liegen.
Danke erneut für jede noch so kleine Nachricht von euch. Es tut gut, zu wissen, dass ihr hinter uns steht und in Gedanken bei uns seid.
An unsre Chapel Freunde: Wir sind so begeistert darüber zu hören, wie die Gemeinde wächst und gedeiht. Ihr macht das soooo toll! Wir hätten euch schon viel früher mal in Ruhe alleine werkeln lassen sollen;-)

english below:

Building relationships

As it is getting busier and busier here, there is less and less time to write about all the moving and teaching encounters and experiences we're having. In the last few weeks three different mothers went to the leaders of street church, because they are in a situation in which they cannot care for their kids anymore. These kids have now all been placed in rescue families, until it is clear what will happen next. We helped out in different areas to care for the kids. Now we're praying about the possibility of creating the basic surroundings to take in kids for a defined period of time in our own family.....
At street church I have especially befriended an older African-American. His name is Lee. He's a really nice guy with a special sense of humor. During our first encounters he was very reserved and sometimes even repellent. Now, after having talked regularly over two months, we are both always very happy to see each other and talk about the experiences of the week. Lee especially likes to reminisce about his past. He's a good cook, and had been able to work in that line of business successfully for some time. Momentarily he's having some difficulties healthwise. He's been in the hospital several times these last couple of weeks. The nights are getting colder now, and we've had a couple of powerful storms here, and Lee is longing to have his own four walls around him, to have a shelter from the streets.
Life on the streets of Houston seems to be very grim. There is a serial killer going around at the moment, that has already killed several of the homeless. The street gangs also create a lot of violence and misery. Many homeless move away from the city, and roam the surrounding forests. There are about 2000 homeless living in our area alone.
So Saturdays we are now going to a needy meal for the homeless near us. We have already been able to establish several relationships there. We regularly meet up with several teenage girls that come from families with a very difficult background. Our goal for the near future is to have a group from church take on one Saturday a month, on which to cook for, host and entertain the homeless.
We can now say that we have fully arrived here, that our plan for the week is well-structured, and that we are busy working on implementing the things that are on our heart.
Thank you again for every small message of yours. It is good to know that you are standing behind us, and are with us in thought.
To our chapel friends: we are so excited to hear about how the church is growing and flourishing. You are doing great! We should have left you working on your own in peace much sooner ;-)

Donnerstag, 4. November 2010

29a

Manche sagen ich bin nun 30, andere bezeichnen es als 29a!
Ich hatte einen wunderschoenen Geburtstag.
Meine neue texanische Freundin Candice hat unsre Kinder genommen und Chriss und ich durften den Tag als Paar verbringen. Nach einem leckeren Mittagessen und einem ganz lieben Brief von meinem ganz lieben Mann sind wir nach Houston gefahren und waren dort im Kunst Museum. Wir haben 3 Stunden damit zugebracht, Bilder zu bewundern, zu diskutieren und uns über Bilder zu belustigen. Wir wissen nun, dass wir beide Freunde des Impressionismus sind, wobei Chriss einen Hang zum realistischen Impressionismus hat, während ich eher zum späten Impressionismus hin tendiere.
Nach unsrem Museumsbesuch waren wir kurz bei Street church, da wir eh ganz in der Nähe waren. Seit ein paar Tagen stürmt und regnet es hier recht stark und es war erschreckend zu sehen, wie sehr die Wetterumstände den Obdachlosen zu schaffen machen. Für sie sind Stürme und Gewitter mehr als nur eine Unannehmlichkeit, bei der man besser in seiner warmen gemütlichen Wohnung bleibt.... Zum Glück war es während des Gottesdienstes trocken und ich bekam sogar ein Geburstagsständchen gesungen.
Durch eure Nachrichten, emails, Karten und Päckchen habe ich mich euch sehr nah gefühlt. Danke so sehr für alle Gedanken, die ihr an mich verschwendet habt. Ich hab mich total gefreut, nicht aus dem Sinn zu sein, obwohl ich ja für viele aus den Augen bin.
Ihr seid alle ganz lieb....

english below:

Some say I am now 30 years old, others call it 29a!
I had a wonderful birthday!
My new texan friend Candice took our kids, and Chriss and I were able to spend the day as a couple. After a delicious lunch and a very dear letter from my very dear husband, we drove to Houston and went to the art museum. We spent 3 hours admiring pictures, discussing them, and being amused by some of them. We now know that we are both friends of the impressionism, although Chriss has a tendency to the realistic impressionism, and I lean more towards the late impressionism.
After our visit to the museum we stopped by at street church, as we were nearby anyway. It's been storming and raining quite strongly for a few days now, and it was frightening to see how much the weather situation affects the homeless. For them storms and tempests are more than just a discomfort during which you better stay in your warm and comfortable home.... Luckily it was dry during the service, and I was even presented with a birthday song.
Through your messages, emails, cards and packages I felt very close to you. Thank you so much for all those thoughts that you spent on me. I was overjoyed not to be forgotten, even though I'm not visibly present for many of you.
You are all very dear....

Dienstag, 2. November 2010

Teamwork

Wir duerfen hier wirklich einige sehr beeindruckende Familien kennenlernen. Familien, die dazu bereit sind, ihre Segnungen mit anderen zu teilen. Familien die bereit sind, Opfer zu bringen, um verletzten und verzweifelten Menschen zu helfen. Ich habe ja schon mehrmals erzaehlt, dass wir jeden Mittwoch einen Gottesdienst fuer Obdachlose in Houston organisieren. Es ist nun schon mehrmals vorgekommen, dass verzweiflelte Muetter ihre Babys und Kinder bei den Mitarbeitern abgeben, weil sie keine Mittel mehr haben, diese zu versorgen. Momentan befindet sich eine Mutter von zwei Kindern (2 und 4 Jahre) in einer Situation, in der sie sich nicht um die Kinder kuemmern kann. Sie braucht etwa einen Monat, um eine neue Wohnung fuer sich und die Kinder zu finden. Der Missionspastor und seine Frau haben die Kinder in dieser Zeit bei sich aufgenommen und die Gemeinde hat einen Unterstuetzerkreis aufgebaut, so dass Einzelne aus der Gemeinde Mahlzeiten zubereiten oder zum Spielen vorbeikommen. Es ist toll zu sehen, wie so viele zuammenarbeiten, um unbuerokratisch und schnell Hilfe zu leisten. Gestern haben wir einen kleinen Ausflug mit den beiden Kindern und unsren eigenen gemacht. Wir hatten eine tolle Zeit.

english below:

We are privileged to be able to get to know several very impressive families here. Families that are ready to share their blessings with others. Families that are ready to bring sacrifices in order to help injured and despairing people. I have already told several times of the services we hold for the homeless in Houston on Wednesday nights. It has already happened several times, that desperate mothers have handed over their babies and kids to the helpers, because they have no more means of caring for them. One mother of two children (2 and 4 years old) is currently in a situation in which she cannot care for the kids. She needs about a month to find a new apartment for herself and the children. The missions pastor and his wife have taken in the kids for this time, and the church has built up a support group, so that individuals from church are preparing meals or coming over to play. It is wonderful to see how so many are working together to bring help in a quick and uncomplicated way. Yesterday we went on a little outing with the two kids and our own. We had a wonderful time.

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